Worteboarding

„Sie interessieren mich überhaupt nicht und es ist mir letztendlich völlig egal, was Ihnen wichtig ist. Dennoch sollten wir eine Bindung eingehen und wenn es Ihnen einmal schlecht ergeht, könnte es sein, dass ich Ihnen zur Seite stehe – wenn Sie meine Bedingungen akzeptieren.“

OLYMPUS DIGITAL CAMERAKlingt doch ehrlich, oder? Aber… auch verlockend? Wohl eher nicht. Dennoch trifft dies genau den Stil, dem wir leider allzu oft in der Werbung begegnen. Dabei gehört doch das Werben schon seit Anbeginn des Lebens auf unserem Planeten zu den natürlichen Ritualen, um Gunst und Aufmerksamkeit zu erlangen. Folglich sollte es doch mittlerweile in unseren Genen stecken, dass es unerlässlich ist, sich mit bunten Federn zu schmücken oder einen imposanten Balztanz aufzuführen.

Doch noch immer begehen Werbende und Werber den stets gleichen Fehler und rennen mit der geschlossenen Tür durch das gesamte Haus, in der Hoffnung, auf diese Weise das Wohlwollen der Zielgruppe zu erlangen. Nicht immer ohne Erfolg, doch meistens ohne Nachhaltigkeit.

So sind wir jüngst beauftragt worden, einen Funkspot für einen unabhängigen Versicherungsmakler zu entwickeln. Unser Vorschlag, der sich zunächst mit den angenehmen Zügen des Unternehmens, der langjährigen Fachkompetenz, den Vorteilen der Unabhängigkeit des Unternehmens und dem daraus resultierenden Mehrwert für den Verbraucher beschäftigte, stieß anfänglich auf Ablehnung. Vielmehr wünschte sich der Kunde das klassische Kampfgeschrei „wir-bieten-machen-können“, ohne sich auch nur im Ansatz den Bedürfnissen seiner Zielgruppen zu widmen. Diese Strategie kann jedoch nur Früchte tragen, wenn das Budget für die anschließende Mediaplanung außerordentlich hoch ist. Ist es jedoch notwendig, mit geringem Etat kurzfristig Sympathie und Erfolg zu generieren, geht dieser Plan nicht auf. Denn Versicherungen sind nichts, was man wie eine Trophäe vor sich her trägt. Sie sind ein notwendiges Übel.

Es sind nicht nur die Werbenden, die ihre Kommunikationsmassnahmen teilweise selbst gestalten, denen das notwendige Fingerspitzengefühl fehlt. Oftmals sind selbst Profis nicht fähig, die einfachsten Regeln anzuwenden, die selbst Amöben beherrschen, um auf sich aufmerksam zu machen.

Ein sehr kleines Detail kann Ihnen helfen, gravierende Fehler zu vermeiden: Sie sind selbst Konsument. Stellen und beantworten Sie sich die Frage, wie Sie selbst angesprochen werden möchten und wenden Sie das Ergebnis auf Ihre Werbung oder Akquise an.

Radio-JINGLE-Bells – Jetzt schon an Weihnachten denken!

Wie in jedem Jahr, wird auch 2012 plötzlich und unerwartet die Weihnachtszeit vor der Tür stehen. Und dann muss wieder alles ganz schnell gehen…

Natürlich, nichts ist unangenehmer, als bei +30°C im Schatten an die kalte Jahreszeit zu denken. Ich kann Sie jedoch nicht verschonen! Denn letztendlich sind wir es, denen Sie böse sind, wenn Ihnen kurz vor dem ersten Advent einfällt, dass Sie noch gar keine Sendezeiten für Ihre Radiowerbung gebucht haben, die Wunschzeiten dann aber nicht mehr verfügbar sind. Daher ist es durchaus sinnvoll, sich bereits jetzt Gedanken über den zur Verfügung stehenden Etat zu machen und wenigstens die wichtigsten Sendezeiten zu reservieren.

Sehr dankbar wären wir Ihnen auch, wenn wir bereits jetzt ein Brainstorming anberaumen können, um die Kreation Ihres Weihnachtsspots 2012 vorzubereiten. Findet erst einmal der große Ansturm im November/Dezember statt, wird es schwer, karierte Maiglöckchen liefern zu können.

Darum: Jetzt schon an Weihnachten denken 🙂

Jens Tippenhauer