Resi, der Rohrverleger aus Rimsting und die Qualisiegler

BUF066P006_Quali_Postwurf_Postkarte_105x148mm_LAY03Eigentlich ist die Hobelmeir Resi gar nicht so gerne nach Berlin gezogen. Immerhin steht Berlin in überhaupt keinem Vergleich zu ihrer Heimatstadt München. Aber was will man machen, wenn der Gatte gut verdient und seine Firma den Hauptsitz nach Berlin verlegt. Da muss sich die Resi dann eben mit dem schmuddeligen Berlin arrangieren.

Einen Vorteil hat’s ja, des Berlin: Die Immobilienpreise sind noch immer wesentlich günstiger, als in Minga. Daher haben die Resi und ihr Schorsch auch gleich was gekauft. Jetzt müssen’s nur noch etwas herrichten. Vor allen Dingen das Bad soll saniert werden. Die Mitzi, das ist die beste Freundin von der Resi, also diese Mitzi hat ja ein naturgegebenes Misstrauen den Preißn gegenüber. Deshalb meint sie auch unbedingt, der Resi den Handwerker ihres Vertrauens aus der Heimat schicken zu müssen.

Aber die Resi ist da schon einen bedeutenden Schritt weiter. Schließlich hat sie sich ihr Design-Bad bereits bei Bergmann & Franz ausgesucht. Und weil Bergmann & Franz ganz viel Wert auf die fachgerechte Installation legt, findet man dort auch einen eigens qualifizierten Handwerksbetrieb – einen sogenannten Qualisiegler.

Und da die Resi (erfunden von Jens Tippenhauer) in ihrem Radiospot so glaubwürdig und überzeugend echt daher kommt, hat sie auch gleich Bilder in einigen Köpfen produziert, die sofort aufs Papier gebracht und als Postkarte gedruckt wurden. Den Mediaplan fürs Radio hat Raimund Conrad von GALOMA entwickelt. Zu hören sind die Spots in Berlin und Brandenburg auf den Wellen von radioeins und Inforadio oder hier mit Cartoon:

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Heimatfilmkinder im Radio

Familienpass14/15

Tolle Sache: Familienpass Brandenburg

Es klingt schon manchmal sehr extrem, wenn Kinder in der Radiowerbung auftauchen. Immer sind sie wahnsinnig lieb und zuvorkommend, sprechen, als hätten sie schon mindestens drei Rhetorik-Kurse hinter sich. Sie klingen, wie Kinder aus einer vergangenen Zeit.

Sicherlich werden diese Konzepte für Radiospots von Menschen entworfen, die entweder selbst gerade Eltern werden/geworden sind oder die vor langer Zeit einmal Kinder großgezogen haben. In der Realität sind diese Leute jedoch wohl nicht wirklich zu Hause – klingen die Kinder in vielen Spots doch meistens wie Buben und Mädels aus Heimatfilmen der 1950er Jahre. Radiowerbung sollte sich so nah wie möglich an der Realität bewegen und Kinder wie Erwachsene gleichermassen authentisch klingen lassen. Besonders unglaubwürdig werden Radiospots, wenn in den als Earcatcher dienenden Stories die Protagonisten sehr werblich werden und dazu noch Absender und Produkte übermässig betonen. Dies sollte der Part der Off-Simme am Ende der Spots sein. Somit wird die Story nicht zerstört und bindet den Hörer wesentlich schneller an den Werbenden – Erfolg stellt sich deutlich früher ein. Wie Radiospots mit Kindern klingen können, bringt unser Beispiel “Familienpass Brandenburg” zu Gehör.

Baustelle Frau

Inge Klingvon Jens Tippenhauer. Nur einmal angenommen, ich würde diesen Planeten hier noch nicht kennen. Ich komme ganz neu an, von irgendwo hinten links in der Galaxis und versuche nun, die Spezies Mensch zu erkunden. Da es ja hier ein schön buntes Medium gibt, in dem vorrangig Menschen abgebildet werden, entscheide ich mich für das Fernsehen. Also glotze ich.

Nachdem ich nun eine Woche lang mit den Augen eines Außerirdischen TV geschaut habe, komme ich zu dem Schluss, dass die Spezies genannt „Frau“ die übelste Daseinsform auf der Erde besetzt.

Nicht genug, dass Frauen allem Anschein nach über keinerlei begehrenswerte, natürliche Ausstrahlung verfügen und somit ihre Wimpern „exploren“, die Haare colorieren und Fingernägel lackieren müssen. Nein, Frauen leiden zu allem Übel auch noch unter Übergewicht, Verstopfungen, Zahnfleischproblemen, vorzeitiger Hautalterung, Pigmentflecken, Besenreisern, Wadenkrämpfen, Scheidenpilz und -Trockenheit, Durchblutungsstörungen, Inkontinenz, brüchigen Fingernägeln, Spliss und Juckreiz.

Hunde und Männer haben es wesentlich leichter.

Betrachten wir also den Mann: Die Gattung „Mann“ führt offenbar ein wesentlich entspannteres Dasein. Ok, dem Mann kann schonmal das Haar ausgehen. Das ist aber gar nicht so schlimm, denn das kann er ja kompensieren, indem er irre viel Freude mit seinen Kumpels beim Biertrinken hat, nebenher online surft und spielt, leckere Burger vertilgt, noch ein Bier reingießt, ins Auto steigt und Fahrfreude entdeckt, am Baumarkt stoppt, Werkzeuge und Materialien zum Bauen und Heimwerken einlädt, noch ein Kiste Bier dazwischen packt, nach Hause fährt und seinen Kindern und der notdürftig instandgehaltenen und reparaturanfälligen Gattin beweist, dass er ein toller Hecht ist. Schließlich hat er am Morgen schon das Beste im Mann geweckt!

Ach Erdlinge, was seid Ihr doch unausgewogen konfiguriert…

Vertrieb durch die Hintertür

Wenn Ihr Vertriebsmitarbeiter es nicht schafft, Ihr Produkt im Handel listen zu lassen, können Sie Ihren Vertriebsmitarbeiter vor die Tür setzen – oder sich selbst fragen, was Sie zu seiner Unterstützung beitragen können. Sollte Ihnen dazu keine passende Antwort einfallen, hier haben wir eine für Sie:

Es begab sich zu einer Zeit, als der damalige Hersteller des Fliesenklebers Ardal verzweifelt versuchte, seinen Klebstoff in den Regalen der Baumärkte unterzubringen. Die Außendienstler von Ardal wurden reihenweise von den Marktleitern abgewiesen. Häufigste Begründung: Man sei bereits bestens aufgestellt in diesem Segment.

Doch so einfach wollten die Ardal-Macher nicht aufgeben. Schließlich war man der Überzeugung, dass speziell für den Außenbereich ein deutlich besseres und frostsicheres Produkt aus den Ardal-Produktionshallen befördert wurde. Die positiven Argumente verpackten wir in einen amüsanten Radiospot, den wir mit dem Satz enden ließen „Nur im gut sortierten Fachhandel“. Anschließend schickten wir den Spot für vier Wochen auf die Funkwellen ausgesuchter Sender, deren Hörerschaft zum großen Teil von Hauseigentümern geprägt ist. Diese Zielgruppe lässt sich bequem mittels VuMA selektieren.

Das Echo des „gut sortierten“ Fachhandels ließ nicht lange auf sich warten. Bereits nach wenigen Tagen reagierten einige Filialbetreiber auf die einsetzende Nachfrage seitens der Verbraucher. Nicht selten sah sich nun so mancher Marktleiter mit dem Vorwurf konfrontiert, sein Markt sei eben nicht gut sortiert, wenn man dort keinen Ardal-Fliesenkleber kaufen könne. Diesem Vorwurf wollte man sich nicht länger aussetzen und gab sich geschlagen.

In ähnlicher Weise haben wir seither zahlreiche Produkte in den gut sortierten Drogeriemarkt, den gut sortierten Baustoffhandel, das gut sortierte Kühlregal oder in den gut sortierten Zeitungskiosk befördert. Produkte wie Unicare (Kontaktlinsenpflege), Rheinzink Dachentwässerung und Attends (Produkte bei Inkontinenz und Blasenschwäche), um nur einige zu benennen.

Ihrem Erfolg können wir auf die Sprünge helfen…

… oder Sie schauen einfach
zu, was andere machen.
Die Klöbers

Der Friedhof ist tot. Es lebe der Friedhof.

Es ist nicht lange her, da trieben sogenannte Anzeigen-Friedhöfe viele Zeitungskunden in die Arme der Vermarkter alternativer Medien. Schließlich sah man sein sauer verdientes Geld in Rauch aufgehen, wenn direkt neben der eigenen Anzeige der bitterste Konkurrent abgedruckt war. Im schlimmsten Fall sogar noch eine Spalte breiter und fünf Zeilen höher.

Mitte der 1990er Jahre profitierte davon besonders der neu entstandene lokale/regionale Hörfunk. Denn bei der Disposition der Werbeblöcke war es ein Leichtes, zwei Werbekunden der selben Branche akustisch voneinander zu trennen. Bevorzugt sogar in zwei unterschiedliche Werbeblöcke zu disponieren. Der Erfolg für die Werbekunden stellte sich häufig sehr kurzfristig ein – zum Leidwesen der Anzeigenverkäufer der Tageszeitungen.

Mit dem Hype neuer Medien prägt sich nun ein ähnliches Bild. Der KFZ-Handel tummelt sich kollektiv auf den Vermarktungsportalen im Netz der unbegrenzten Möglichkeiten. Der Möbel-Handel versenkt den Werbeetat in Adwords und auf den gängigen Einrichtungsportalen. Reiseveranstalter und Hotels schwimmen in den Haifischbecken der Online-Buchungsportale.

Führende Unternehmen schulen mittlerweile ihre Mitarbeiter in der professionellen Anwendung sozialer Netzwerke und investieren unglaubliche Summen, um regelmässige Updates und Follower zu generieren. Doch der Konsument straft die Wirtschaft zunehmend mit Ignoranz. Wegklicken und wegschauen ist schließlich eine der leichtesten Übungen. Nur derjenige, dem es gelingt mittels Originalität die volle Aufmerksamkeit des Zielpublikums zu erlangen, hat noch ein Chance auf Wahrnehmung. Aber nicht jeder kann es sich leisten, Stunt-Videos in feinster Hollywood-Qualität zu produzieren und mittels viraler Strategie unters Volk zu jubeln.

Deutlich preiswerter und somit auch für Mittelständler oder kleine Unternehmen finanzierbar, sind kreative und zielgerichtete Radiokampagnen. Benötigt man für die Produktion eines nachhaltig wirksamen Videos ganze Filmcrews, jede Menge Technik (auch wenn es häufig nicht so aussieht – aber auch das hat Methode) und mehrere Tage Zeit, so lässt sich ein Radiospot bequem innerhalb eines Tages fertigstellen. Voraussetzung für jede Kampagne ist natürlich eine griffige Idee und die professionelle Kampagnenplanung. Die Eingangs erwähnten Friedhöfe lassen sich im Radio nach wie vor geschickt vermeiden und gegen Aufpreis mittels Singlespot-Schaltungen sogar ganz aushebeln.

Und nach wie vor gilt unangefochten der gute alte Grundsatz: Weghören ist schwerer, als wegschauen!

Radiowerbung selbst sprechen – oder doch lieber den Profi fragen?

Wie bitte? Dafür dass einer so ein paar Sätze spricht, bekommt der zweihundert* Euro? Dann werde ich auch Sprecher!

Sätze wie diese haben wir schon häufig gehört. Und wir verstehen sogar die Entrüstung unserer neuen Kunden. Denn im ersten Moment klingt es ja wirklich so, als würden Sprecherinnen und Sprecher wahnsinnig viel verdienen, mit einer Tätigkeit, die schließlich jeder beherrscht: Sprechen.

Ganz so einfach ist es aber doch nicht. Denn die meisten Menschen erinnern sich bestimmt daran, dass sie schon häufig einfach den Telefonhörer aufgelegt haben ohne eine Nachricht zu hinterlassen, wenn am anderen Ende der Leitung ein Anrufbeantworter geschaltet war – ganz einfach, weil sie ihre eigene Stimme nicht gerne auf einem AB hören mögen.

Nicht selten haben wir die Erfahrung gemacht, dass Kunden die Kosten für eine Profi-Stimme scheuen und lieber selbst ihre Werbung sprechen wollen. Sobald sie dann in der Aufnahmekabine stehen, den Kopfhörer auf dem Kopf haben, sich selbst sprechen hören und ihnen deutlich wird, dass alles, was sie jetzt von sich geben via einiger Meter Mikrofonkabel in einen elektronischen Speicher läuft, ja spätestens dann tritt der Schweiß auf die Stirn, die Hände werden feucht und die Stimme beginnt zu vibrieren. In solchen Momenten hilft es kaum, dass ich mich in Hollywood von echten Cracks im Coaching habe schulen lassen. In solchen Momenten kann ich nur noch anbieten, lieber doch noch einen Profi zu engagieren. Andernfalls verschwenden wir viele kostspielige Stunden Aufnahmezeit im Studio. Und dann wird es am Ende gar teurer, als die ausgebildete Stimme zu beauftragen, die mal eben für ein paar Sätze ihr Geld bekommt.

Der Weg zum Sprecher ist holprig und mühsam. Nicht nur, dass es gelernt sein will, richtig zu atmen, um gegebenenfalls mal einen komplexen Satz „aus einem Guss“ zu sprechen. Wochenlanges Sprechtraining mit einem dicken Korken im Mund, das erlernen der Modulation und nicht zuletzt ein gewisses Mass an schauspielerischem Talent sind unerlässlich, um einen Radiospot so perfekt klingen zu lassen, dass er seine Aufgabe erfüllt. Mit einigen Synchronsprechern und Moderatoren arbeiten wir nun schon beinahe zwei Jahrzehnte zusammen. Und nicht selten konnten wir dabei beobachten, dass manche Sprecherinnen und Sprecher viele Jahre gebraucht haben, um zur perfekten Stimme zu reifen. Gönnen wir ihnen also ihre Gage. Sie sind es wert.

Und nicht zuletzt sollten Sie berücksichtigen, warum Sie im Radio werben möchten: Um Ihre Leistung als Profi an den Mann bzw. die Frau zu bringen. Lassen wir also den einen Profi erzählen, was der andere Profi zu bieten hat 🙂

*fiktiver Wert

Radiowerbung macht 1a-Lage

Stellen Sie sich vor, Sie haben einen Shop. Nicht etwa auf der Frankfurter Zeil oder dem Berliner Ku’damm. Vielmehr befindet sich Ihr Geschäft in einer eher trostlosen Seitenstraße, in die sich nur selten Passanten verirren. Niemand drückt seine Nase an Ihr exzellent dekoriertes Schaufenster oder setzt “nur mal so zum Gucken” einen Fuß ins Haus.

So erging es dem Berliner Unternehmen Hahn & Brause. Wasserhähne, Duschköpfe, Bad- und Küchenarmaturen, feine Accessoires werden von der Firma mit dem einprägsamen Namen feilgeboten. Designerware sofort zum Mitnehmen. Das Angebot ist vortrefflich und der Service im Vergleich zum Wettbewerb einzigartig.

Es wurden Anzeigen geschaltet. Nicht irgendwo im Fließtext zum Drüberweggucken – sondern grafisch hochwertig und großformatig in den attraktivsten Printtiteln der Hauptstadt. Dennoch blieb der erwünschte Erfolg aus. Bis die betreuende Agentur die Idee hatte, Radiowerbung zu schalten. Nicht irgendein langweiliger Aufsager sollte geschaltet werden. Es sollte schon ein Hinhörer werden. Im gemeinsamen Brainstorming mit der Berliner Agentur Team Bose wurde “Hartmut” gezeugt und schon wenige Wochen später gesund und voll entwickelt zur Welt gebracht. Nach einem zweitägigen Testflight – was für Radiowerbung eher wenig ist – hatte Hartmut sich bewährt und durfte fortan für mehrere Wochen auf Sendung gehen. Die Hörer von radioeins und radioBERLIN 88,8 wurden von Hartmut über die Existenz und die Vorzüge der Firma Hahn & Brause unterhaltend informiert.
Der gewünschte Erfolg ließ nicht lange auf sich warten und die Geschäftsführung des Berliner Unternehmens erfreute sich rasch steigender Umsätze.

Anfang September 2009 tönte Hartmut letztmalig durch den Berliner Äther. Sechs Wochen später erreichte mich ein beunruhigter Anruf aus der Marketingabteilung von Hahn & Brause. Seit Hartmut verstummte, waren die Umsätze spürbar rückläufig. Es sollte schnell eine Fortsetzung geschaffen und “On Air” geschickt werden. Nach nur wenigen Tagen stand das Konzept für Hartmuts zweite Auflage. Bis zum Jahresende 2009 wird Hartmut mit seiner Botschaft auf Sendung sein und darf sich sicherlich auf eine Fortsetzung 2010 freuen.

Hartmut hat es geschafft, einem Unternehmen ohne Umzug und teure Miete eine 1a-Lage zu ermöglichen – in den Köpfen der Berliner Radiohörer. Wenn Sie Hartmut selbst hören möchten – Klick genügt!