MA 2015/I: Was, wenn nicht alle auf das Siegertreppchen passen?

Rennbahn„Marktführer“ hier, „stärkster Sender“ dort, „meist gehörtes Programm“ in jenem Bundesland… Diese einschläfernden Schlagzeilen erhielten wir am 4. März in Endlosschleife. Alle sind Sieger, keiner hat verloren, jeder ist irgendwie der Erste.

 

Was war geschehen?

Die Media-Analyse Radio MA 2015/I wurde am Morgen des besagten Tages veröffentlicht. Sogleich schickten sich die Presse- und Marketingabteilungen von Sendern und Vermarktern gleichermassen an, auf die seit Ewigkeiten gespeicherten Vorlagen für derartige „Präzedenzfälle“ zurück zu greifen und die seit Jahren gleich lautenden Veröffentlichungen abzusondern.

Wieder einmal haben alle gewonnen. Jeder steht ganz vorn in der Reihe der erfolgreichsten Radioprogramme der Republik. Niemand hat auch nur ein Quäntchen eingebüsst. Nach Lektüre der zahllosen Mitteilungen, die gestern über unseren Bildschirm flatterten, hören schätzungsweise eine Milliarde Bundesbürger täglich mindestens 40 Stunden Radio.

Dabei sind die Empfänger dieser Botschaften mittlerweile zu mündigen Bürgern herangereift, die sich nicht von Schlagzeilen im Jargon der Boulevardpresse einwickeln lassen. Etatverantwortliche in den Marketingabteilungen drehen mittlerweile jeden Kielstein dreimal um, bevor sie sich auf das Angebot eines Vermarkters einlassen. Daher wären die Absender der Jubelbotschaften gut beraten, sich künftig auf die realen Fakten zu konzentrieren. Dabei muss sich niemand die Blösse geben und seine Verluste in den Vordergrund stellen. Nein, es reicht, wenn diese Mitteilungen sich auf die reinen Fakten beziehen: Reichweiten in ø-Stunden, Altersgruppen, Anteil der jeweiligen Geschlechter.

Den Rest übernehmen wir.

Nach Definition der Kampagnenziele unserer Kunden schauen wir uns die jeweiligen Sender in den entsprechenden Gebieten haargenau an und erstellen anschließend Mediapläne, die zu greifbaren Erfolgen führen. Ganz ohne Superlative und unseriöse Werte, die für eine korrekte Mediaplanung nicht heran gezogen werden dürfen.

Bei Fragen: Fragen!

10 Jahre kreaktive Radiowerbung

Kann man die Radiowerbung neu erfinden? Diese Frage lässt sich ebenso beantworten, wie die Frage nach der Neu-Erfindung des Rades – mit einem klaren Nein.

Wie immer im Laufe meiner Karriere als “Kreaktiv-Stratege” wollte und werde ich mich mit einem “Nein” jedoch nicht zufrieden geben. Also machte ich mich auf, die Radiowerbung zu verbessern. Nachdem es mir gelungen war, die Werbeblöcke des Hessischen Rundfunks mit attraktiven und erfolgreichen Radiospots zu füllen, 20 meiner Spots im oberen viertel der Top-100-Radiospots des ARD-Radio-Awards zu platzieren und den Grundstein für die nationale Gattungskampagne der Radiovermarkter zu legen, suchte ich mir den schwierigsten Standort der Republik, um dort meine Firma zu gründen: Berlin.

Am 1. Juli 2001 war es soweit: radiokreaktiv wurde erstmals offiziell kreativ und aktiv im Radio. Vielen Berliner Unternehmen war ein frischer Wind in der Branche willkommen. Wie viele andere Dienstleistungen in der Hauptstadt, war auch die Radiowerbung stark sanierungsbedürftig. Mit neuen Ideen, Fachkenntnis in der Mediaplanung und Zielgruppenanalyse, nahm ich den Kampf gegen die eingerosteten Hörfunkkampagnen in Berlin auf.

Den Bedürfnissen meiner neuen Klientel folgend, weitete sich das Angebotsportfolio schon sehr bald auf die Produktion von TV- und Kinospots sowie Imagefilme aus. Kunden, die mich in Frankfurt und meiner vorherigen Wirkungsstätte Nordrhein-Westfalen vermissten, fanden mich schnell über das Web wieder und sind bis heute treu.

Seit 10 Jahren arbeitet radiokreaktiv mit einem beständigen Team. Texter, Sprecher, Musiker, Kameraleute, Grafiker, Producer und Kaufleute bilden einen festen Kern von rund 40 Köpfen, die als Garant für qualifizierte Produktionen und Mediaplanungen stehen. Die Kunden-Kartei von radiokreaktiv umfasst mittlerweile 700 Firmen in Deutschland und Europa, die uns immer wieder mit ihren Projekten betrauen. Egal, ob uns ein Kunde mit schmalem Budget von mitunter weniger als 3.000,– Euro beauftragt, oder der Etat im oberen sechsstelligen Niveau angesiedelt ist – wir beschäftigen uns mit jedem Auftrag in der gleichen Intensität, um das eingesetzte Werbebudget höchst effizient zu platzieren.

Am 1. Juli 2011 lassen wir uns feiern – nach 10 Jahren erfolgreicher Arbeit darf das einmal sein.