Baustelle Frau

Inge Klingvon Jens Tippenhauer. Nur einmal angenommen, ich würde diesen Planeten hier noch nicht kennen. Ich komme ganz neu an, von irgendwo hinten links in der Galaxis und versuche nun, die Spezies Mensch zu erkunden. Da es ja hier ein schön buntes Medium gibt, in dem vorrangig Menschen abgebildet werden, entscheide ich mich für das Fernsehen. Also glotze ich.

Nachdem ich nun eine Woche lang mit den Augen eines Außerirdischen TV geschaut habe, komme ich zu dem Schluss, dass die Spezies genannt „Frau“ die übelste Daseinsform auf der Erde besetzt.

Nicht genug, dass Frauen allem Anschein nach über keinerlei begehrenswerte, natürliche Ausstrahlung verfügen und somit ihre Wimpern „exploren“, die Haare colorieren und Fingernägel lackieren müssen. Nein, Frauen leiden zu allem Übel auch noch unter Übergewicht, Verstopfungen, Zahnfleischproblemen, vorzeitiger Hautalterung, Pigmentflecken, Besenreisern, Wadenkrämpfen, Scheidenpilz und -Trockenheit, Durchblutungsstörungen, Inkontinenz, brüchigen Fingernägeln, Spliss und Juckreiz.

Hunde und Männer haben es wesentlich leichter.

Betrachten wir also den Mann: Die Gattung „Mann“ führt offenbar ein wesentlich entspannteres Dasein. Ok, dem Mann kann schonmal das Haar ausgehen. Das ist aber gar nicht so schlimm, denn das kann er ja kompensieren, indem er irre viel Freude mit seinen Kumpels beim Biertrinken hat, nebenher online surft und spielt, leckere Burger vertilgt, noch ein Bier reingießt, ins Auto steigt und Fahrfreude entdeckt, am Baumarkt stoppt, Werkzeuge und Materialien zum Bauen und Heimwerken einlädt, noch ein Kiste Bier dazwischen packt, nach Hause fährt und seinen Kindern und der notdürftig instandgehaltenen und reparaturanfälligen Gattin beweist, dass er ein toller Hecht ist. Schließlich hat er am Morgen schon das Beste im Mann geweckt!

Ach Erdlinge, was seid Ihr doch unausgewogen konfiguriert…