Wie armten sie ihre Kinder um?

Nicht selten haben wir von Neukunden empörte Reaktionen gehört, wenn sie Angebote für Audioproduktionen erhalten haben, in denen natürlich auch die Gagen für die Sprecher aufgeführt sind. Selbst Tarife im untersten Niveau, die nicht selten unter einhundert Euro beginnen, werden scharf verurteilt. „Dafür, dass einer so ein paar Sätze spricht, kriegt der so viel Geld? Dann werde ich auch Sprecher!“ lautet es zumeist. Doch, was ein ausgebildeter Sprecher zu leisten vermag, können sich Außenstehende nur schwer vorstellen.

Dolomiten

In den Dolomiten

Der Sprecher Hans-Jörg Karrenbrock, den wir seit vielen Jahren schätzen und mögen, wurde engagiert, einen Text für ein Video einzusprechen, das im Museum des ersten Weltkriegs in Cortina d’Ampezzo deutschsprachige Besucher über die Geschichte des berühmten Dolomiten-Städtchens informiert. Schon der erste Blick auf den Text offenbarte, dass dieser zweifelsohne mit einem Online-Programm aus dem Italienischen ins Deutsche „übersetzt“ wurde. Dass diese Tools bei einem so komplexen Inhalt noch lange nicht richtig funktionieren, wollte die verantwortliche Dame der Agentur nicht hören. Schließlich beauftrage sie nur eine Sprachaufnahme und keine Übersetzung, echauffierte sie sich.

Der Kunde ist König – und mehr, als seine Unterstützung anzubieten, kann man mitunter nicht tun. Einen Auftrag abzulehnen ist oft die einzige Option. Sich einer besonderen Herausforderung zu stellen und gequirlten Unsinn seriös klingen zu lassen, hat jedoch auch seinen Reiz.

Von der Kunst, eine schwachsinnige Übersetzung seriös klingen zu lassen, zeugt diese Tonspur. Viel Vergnügen 🙂


Übrigens: Für professionelle Übersetzungen und Transkriptionen vertrauen wir unserem Partner zappmedia.

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