Ein Mann sieht Brot – Der Bäcker als Revoluzzer

Arminius

Cheruskerfürst Arminius

Das Lipperland. Friedvoll bettet es sich ein, in die Hügel zwischen Weserbergland und Teutoburger Wald. Historische Fachwerkhäuser und fruchtbares Ackerland prägen die Idylle dieser Region. Doch hoch oben über dieser Landschaft – die wie geschaffen anmutet, als Vorlage für die Gestaltung einer Eisenbahnplatte – hoch oben über eben dieser malerischen Region im Herzen der Republik, reckt Arminius sein Schwert in den ostwestfälischen Himmel. Als wolle er uns mahnen: Treibt es nicht zu weit mit den Teutonen!

Und so scheint der Geist der Helden teutonischen Widerstandes noch heute in den Genen der Lipper versteckt zu sein. Bis er eines Tages hervorbricht, gleich einer Pustel, die es nicht länger hält unter der gereizten Haut.

Ähnlich erging es dann auch dem Biobäcker Meffert aus dem lippischen Lemgo, als er sich wieder und wieder missverstanden fühlte von seinen Kreativen im nahegelegnen Bielefeld. Es ging dem Bäcker gelinde gesagt ganz gehörig auf die Brötchentüte, dass jeder Konzeptvorschlag für seine Radiospots so sehr von Herzenswärme durchsetzt war, die einem die Gehirnmasse erweichen und aus den Ohren triefen ließ.

In der Folge war des Bäckers Botschaft an uns eindeutig: Schluss mit samtweich gespülten Mama-Kind-Dialogen. Vorbei die Zeit übertriebener Harmonie und hochstilisierter Familienidylle. Eine neue Ära für die Werbung lippischer Traditionsbackwaren sei angebrochen. Lasst Euch was einfallen! Macht es anders! Seid mutiger, als die Konkurrenz!

Und so geschah es dann auch:

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