Die Geschichte vom nackerten Gockel

Wer NACHHER will, sollte VORHER mit radiokreaktiv sprechen. Oder mit GALOMA.

Wer NACHHER will, sollte VORHER mit radiokreaktiv sprechen. Oder mit GALOMA.

Es ist nun schon fast sechs Jahre her, dass ich unser Vorher/Nachher-Motiv ersonnen habe. Ursprünglich nicht für unsere eigene Kommunikation, sondern für die einer anderen – nicht mehr existenten – Agentur. Nun kann man sich fragen, warum die Agentur nicht mehr existiert…

Die Umsetzung des Motivs als Postkarte scheiterte damals kläglich an der Geschäftsführerin, einer Marketing-Kommunikations-Ökonomin, die das Motiv nicht verstanden hat. Sie bat mich mehrmals, es ihr zu erklären. Nach insgesamt elf Stunden (in Ziffern: 11) gab ich auf und entschied, Vorher / Nachher für eigene Zwecke zu verwenden. Seither ziert es unsere Website radiokreaktiv, unsere Anzeigenvorlagen und Postkarten. Immer wieder werden wir von Neukunden kontaktiert, die unsere Karte schon seit Jahren an ihrer Pinwand im Büro hängen haben oder deren Schreibtisch die Karte ziert (anstelle von Familienfotos). Der Tenor dieser Kontaktaufnahmen ist jeweils gleich: „Ich habe ihre Karte nun schon seit drei oder vier Jahren an meiner Pinwand hängen und nun ist es soweit, dass wir VORHER sind.“ Um krea(k)tive Radiowerbung bildlich darzustellen, haben sich die zwei Gockel erstklassig bewährt. Aber auch im Bezug auf andere Massnahmen sind die Zwei mittlerweile sehr hilfreiche Mitarbeiter geworden.

Es gibt jedoch noch immer (Marketing-) Menschen, denen sich das Motiv nicht erschließt und die uns  darauf hinweisen, dass die Anordnung falsch sei. Mich wundert es dann immer wieder, warum diese Leute unbedingt einen Job ausüben wollen, der Kreativität erfordert…

Wenn unsere Postkarte auch Ihren Schreibtisch schmücken soll, scheuen Sie sich nicht, uns eine Mail zu schicken. Wir antworten dann mit VORHER / NACHHER.  

Rebellen der Werbung

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Kann es tatsächlich sein, dass es Menschen gibt, die schon in früher Kindheit Anzeichen für ihre spätere Karriere offenbaren?

Ich selbst spürte schon sehr früh, dass ich eines Tages mal irgendwas mit Medien – und mit Radio im Speziellen – anstellen würde. Schon damals erfreute sich meine Umwelt meines Humors, der mir glücklicherweise erhalten blieb. Wenngleich man mich damals auch als „Kasper“ oder „Clown“ betitelte.

Einer meiner besten Freunde in der Schulzeit war ein sehr zuverlässiger und ehrlicher Typ. Jedoch hatte ich immer das Gefühl, dass er so etwas wie Beton im Kopf hat. Er ist später Maurer geworden und dies bis heute geblieben. Eine Freundin aus Kindheitstagen hat sich schon sehr früh für andere eingesetzt und sich mit viel Engagement für die Schwachen stark gemacht. Sie hat später Jura studiert und arbeitet heute als Rechtsanwältin für Familienrecht.

In letzter Zeit habe ich mich häufig gefragt, wie sehr unsere Herkunft Einfluss auf unser späteres Schaffen haben mag. Also habe ich mir überlegt, welche Biografie wohl ein Mensch haben könnte, der für die unangenehmen Ergebnisse meiner Branche zuständig ist. Jetzt zu lesen auf GALOMA.

Der Friedhof ist tot. Es lebe der Friedhof.

Es ist nicht lange her, da trieben sogenannte Anzeigen-Friedhöfe viele Zeitungskunden in die Arme der Vermarkter alternativer Medien. Schließlich sah man sein sauer verdientes Geld in Rauch aufgehen, wenn direkt neben der eigenen Anzeige der bitterste Konkurrent abgedruckt war. Im schlimmsten Fall sogar noch eine Spalte breiter und fünf Zeilen höher.

Mitte der 1990er Jahre profitierte davon besonders der neu entstandene lokale/regionale Hörfunk. Denn bei der Disposition der Werbeblöcke war es ein Leichtes, zwei Werbekunden der selben Branche akustisch voneinander zu trennen. Bevorzugt sogar in zwei unterschiedliche Werbeblöcke zu disponieren. Der Erfolg für die Werbekunden stellte sich häufig sehr kurzfristig ein – zum Leidwesen der Anzeigenverkäufer der Tageszeitungen.

Mit dem Hype neuer Medien prägt sich nun ein ähnliches Bild. Der KFZ-Handel tummelt sich kollektiv auf den Vermarktungsportalen im Netz der unbegrenzten Möglichkeiten. Der Möbel-Handel versenkt den Werbeetat in Adwords und auf den gängigen Einrichtungsportalen. Reiseveranstalter und Hotels schwimmen in den Haifischbecken der Online-Buchungsportale.

Führende Unternehmen schulen mittlerweile ihre Mitarbeiter in der professionellen Anwendung sozialer Netzwerke und investieren unglaubliche Summen, um regelmässige Updates und Follower zu generieren. Doch der Konsument straft die Wirtschaft zunehmend mit Ignoranz. Wegklicken und wegschauen ist schließlich eine der leichtesten Übungen. Nur derjenige, dem es gelingt mittels Originalität die volle Aufmerksamkeit des Zielpublikums zu erlangen, hat noch ein Chance auf Wahrnehmung. Aber nicht jeder kann es sich leisten, Stunt-Videos in feinster Hollywood-Qualität zu produzieren und mittels viraler Strategie unters Volk zu jubeln.

Deutlich preiswerter und somit auch für Mittelständler oder kleine Unternehmen finanzierbar, sind kreative und zielgerichtete Radiokampagnen. Benötigt man für die Produktion eines nachhaltig wirksamen Videos ganze Filmcrews, jede Menge Technik (auch wenn es häufig nicht so aussieht – aber auch das hat Methode) und mehrere Tage Zeit, so lässt sich ein Radiospot bequem innerhalb eines Tages fertigstellen. Voraussetzung für jede Kampagne ist natürlich eine griffige Idee und die professionelle Kampagnenplanung. Die Eingangs erwähnten Friedhöfe lassen sich im Radio nach wie vor geschickt vermeiden und gegen Aufpreis mittels Singlespot-Schaltungen sogar ganz aushebeln.

Und nach wie vor gilt unangefochten der gute alte Grundsatz: Weghören ist schwerer, als wegschauen!

Radiowerbung zu Schleuderpreisen – Quantität statt Qualität

Jetzt beginnt sie wieder, die Zeit in der so manch privater Sender seinen jährlichen Kapitalbedarf mittels Abverkauf von gigantischen Minutenkontingenten zu Schleuderpreisen sichert.

Mit so klangvoll und sinnfrei erscheinenden Titeln wie Image-Pro, Image-Plus, Image-Tralala werden massenhaft kleine und mittelständische Unternehmer nach guter alter Heizdeckenverkaufsmanier in die Konferenzräume von Hotels gelockt und so lange bearbeitet, bis sie eines der inflationär anmutenden Pakete mit 50 oder gar 80 Prozent Rabatt gekauft haben. Nicht selten, um sich bereits zwei Stunden später über diese Entscheidung zu ärgern. Denn häufig fressen diese Jahresverträge einen Großteil des verfügbaren Werbeetats und lassen kaum noch Spielraum für andere – möglicherweise wirkungsvollere – Massnahmen, die sich oftmals erst später im Jahr ergeben.

Bestandteil dieser Pakete sind – abhängig vom gewählten Umfang (oder: Unfug) – bis zu drei minderwertige Spotproduktionen, die dann einer Frequenz von bis zu fünfhundert Spotschaltungen pro Jahr standhalten sollen. Immer wieder berichten Unternehmer, dass sie in den ersten zwei Wochen einigermassen erfolgreich waren mit ihrer Radiowerbung – danach jedoch genau dieser erste Hoffnungsschimmer rasend schnell verblasste. Wen wundert es, angesichts der Strapazen, der sowohl die Radiohörer, als auch der Spot ausgeliefert sind. Setzt man sich seriös mit Funktion und Wirkung von guter Radiowerbung auseinander, wird man ganz schnell erfahren, dass auch ein Radiospot einer gewissen Halbwertzeit unterliegt, die ganz deutlich dazu führt, dass ein Spot schlicht seine Wirkung verliert, je öfter er gesendet wird. Da geht es dem Radiospot nicht anders, als unseren Müttern, die uns jahrelang aufs Neue gefragt hat „Und, wie war’s heute in der Schule?“. Dieser Satz kehrte täglich wieder und ging irgendwann rechts rein und links wieder raus.

Damit jedoch noch nicht genug. Schaltet man die Radiosender ein, die derartige Pakete verkaufen, wird man nicht selten erleben, dass die Werbeblöcke vier oder fünf Spots von Autohäusern enthalten. Der Rest wird zumeist vom Möbelhandel getragen. Auf diese Weise deinstallieren die Sender und ihre Vermarkter die Qualitäten der Radiowerbung auf ihren Frequenzen. Das werbende Unternehmen legt allgemein sehr viel Wert auf die Alleinstellung innerhalb des Werbeblocks und hat eben aus diesen Gründen die Anzeigenfriedhöfe der Tageszeitungen und Stadtmagazine hinter sich gelassen.

Betrachtet man diese Vermarktungsstrategie von außen und mit der Sichtweise werbetreibender Unternehmen, bleibt als Fazit nur festzustellen, dass diese Pakete keinerlei symbiotische Geschäftsbeziehung darstellen. Sie dienen lediglich der eingangs beschriebenen Deckung des Kapitalbedarfs der Sender und bieten dem Kunden keinen spürbaren Mehrwert.

Vor diesem Hintergrund prüfen GALOMA werbung und radiokreaktiv für ihre Auftraggeber seit Jahren sehr gezielt, welche Sender und Sendezeiten zu erfolgreicher Radiowerbung führen. Denn es zahlt sich tatsächlich aus, Radiokampagnen detailliert zu planen und in entsprechender Wertigkeit einzukaufen.

Das billige Paket zu kaufen, lässt nur ein einziges kurzes Glücksgefühl zu: Die Unterschrift unter einen Vertrag zu setzen, der mir (scheinbar) unglaubliche finanzielle Vorteile bietet. Genau wie das Glückslos an der Losbude auf dem Jahrmarkt, das Ihnen die freie Auswahl in einer Kiste von Cent-Artikeln aus Fernost beschert.

Spot geschaltet – Theatersaal ausverkauft

Um es gleich vorweg zu nehmen: Ein kleines Berliner Theater verfügt keineswegs über ein Werbebudget, wie vergleichsweise die Holdings von großen Musical-Bühnen. Dennoch hat uns die Vagantenbühne das notwendige Vertrauen geschenkt und mit ganz spitzem Bleistift am verfügbaren Etat kalkuliert.

Derartige Herausforderungen stellen für uns immer eine besonders spannende Aufgabe dar. Verständlicherweise schauen Kunden mit geringem Werbebudget wesentlich genauer hin, wie erfolgreich eine Maßnahme gearbeitet hat. Geht die Rechnung nicht auf, steht nicht nur unser guter Ruf auf dem Spiel – auch das Medium wird in Frage gestellt.

Wir hatten jedoch keinen Zweifel am Erfolg der Kampagne und konnten uns von vorn herein sehr selbstbewusst dem Thema nähern. Zunächst bedienten wir uns der VuMA – der Verbrauchs- und Medienanalyse – die uns schon seit vielen Jahren immer wieder in sichere Gewässer navigiert. Um die Spots mit geringer Austrahlungsfrequenz an der optimalen Stelle zu positionieren und somit möglichst schnell zum Erfolg zu führen, haben wir gänzlich auf hohe Bruttoreichweiten verzichtet und sehr gezielt nach Zielgruppen gesucht, die mindestens einmal pro Monat ins Theater gehen bzw. ähnliche kulturelle Veranstaltungen besuchen. In einer Stadt wie Berlin – mit einer Dichte an Radiosendern, die den Eindruck entstehen lässt, jeder Berliner benötige seinen eigenen Sender – den richtigen Sender für ein Theater herauszufiltern, bedarf nicht nur eines guten Zahlenwerks. Vielmehr ist es auch unerlässlich, die Sender in ihrer Programmgestaltung zu kennen und die Hörer einschätzen zu können.

Die herangezogene VuMA-Auswertung wies mehrere Sender als wirtschaftlich für einen Kulturbetrieb aus. Dies hatten wir nicht anders erwartet. In der Affinität erreichte Klassikradio die attraktivsten Werte. Der Sender konnte zudem mit niedrigem TKP (1000 Kontakt Preis) punkten. Allerdings kennt auch das Team der Vagantenbühne sein Publikum recht gut und teilte unsere Einschätzung, dass für das zu bewerbende Stück „La Strada“ eher die RBB-Sender Inforadio und radioBERLIN 88,8 in Betracht kämen. Auf beiden Sendern platzierten wir jeweils 15 Spotschaltungen mit einer Spotlänge von 15 Sekunden. Zur Disposition kamen entsprechend der VuMA-Auswertung Zeiten außerhalb von Prime- und Drive-Time. Diese Sendezeiten sind für eine derartige Kampagne wirtschaftlich und effektiv.

Da auch die Kosten für die Produktion im überschaubaren Rahmen gehalten werden sollten, produzierten wir für die Vagantenbühne einen neutralen Rahmenspot, der künftig immer wieder mit den Stimmen des eigenen Ensembles aktualisiert werden kann.

Der Erfolg der Kampagne konnte sich sehen lassen: Die Premiere von „La Strada“ war ausverkauft, die Theaterleitung sehr zufrieden.

Nun folgt „Der Messias“, das eher schräge Krippenspiel  – natürlich beworben im Radio.

Was die Bio-Branche falsch macht

Kennen Sie das: Es ist Samstagvormittag. Der Wochenendeinkauf steht noch aus. Langsam stellt sich der kleine Horror ein – rammelvolle Supermarktparkplätze, keine verfügbaren Einkaufswagen, elendige Schlangen vor Frischetheken und Kassen. Aber Halt! Es gibt ja noch den Biomarkt! Entspannung ist in Sicht.

Dabei könnte es dort eigentlich ganz anders aussehen. Das würden sich nicht nur die Betreiber von Biomärkten wünschen, sondern auch Biobauern, Großhändler und nicht zuletzt viele Politiker aus der grünen (aber mittlerweile etwas welken) Fraktion. Dies konnte ich vor nicht allzu langer Zeit sehr deutlich einer Gesprächsrunde entnehmen, der unter anderem Dieter Moor, Bärbel Höhn und namhafte Vertreter der Bio-Branche beiwohnten. Mein Einwurf, die Branche kommuniziere in die falsche Richtung, wurde von dieser illustren Runde beinahe sprachlos und erstaunt aufgenommen – mit Ausnahme von Herrn Moor, der clever genug ist, mit offenen Augen in die Welt zu schauen.

Seit 12 Jahren arbeite ich nun für Unternehmen der Öko-Wirtschaft. Gab es auch zwischendurch von einzelnen die Bereitschaft, sich in Radiospots humorvoll darzustellen, kehrte man doch sehr bald wieder zu der Methode des oberlehrerartig erhobenen Zeigefingers zurück. Mit der geballten Macht seines akademisch geprägten Intellekts, hat sich der Aufklärungstrupp eines ganzen Wirtschaftszweiges aufgemacht, die Bevölkerung mit besserwisserischen Kampagnen zu überziehen. Im Radio klingt das beinahe, wie ein akustischer Kreuzzug gegen alle, die sich nicht freiwillig zu Bio bekennen. Da muss in 25 Sekunden viermal das Wort „Bio“ fallen und zwischendurch noch durch Attribute wie „natürlich“ oder „ökologisch erzeugt“ oder „fair gehandelt“ unterstrichen werden.

Davon ausgehend, dass spätestens zur Zeit der Tschenobyl-Katastrophe 1986 ein neues Bewusstsein für die gesunde Ernährung entstand, sollte man doch meinen, dass Bio-Unternehmen und Verbände allmählich im 21. Jahrhundert ankommen dürften. So sah ich dann auch einigermassen erstaunte Gesichter, als ich in eingangs erwähnter Diskussionsrunde meine Ansicht darlegte, wonach es an der Zeit sei, den Konsumenten Bioprodukte als „sexy“ zu präsentieren. Selbstverständlich würde ich dies nicht im wörtlichen Sinne umgesetzt wissen wollen. Nichts ist überholter, als die Gurke mittels irgendeines erotischen Kalauers feilzubieten. Vielmehr dürfte man sich ein Beispiel an fremden Branchen nehmen und den Gedanken „Bio! Ich bin doch nicht blöd“ ein wenig weiterdenken. Spätestens, wenn die Bios dieser Welt in der Lage sein werden, sich einer neuen Kommunikationsform zu öffnen, wird es auch kein allzu großes Problem mehr darstellen, die höheren Kosten für Bio-Lebensmittel zu kommunizieren. Immerhin kommt es für den Verbraucher auf das selbe heraus, ob er nun beim Discounter zum Schnäppchenpreis 2,5 Kilogramm Kartoffeln kauft, von denen er später zwei Drittel ausgekeimt wegwirft – oder ob er im Biomarkt für den gleichen Geldbetrag eine geringere Menge einkauft, die er gänzlich konsumieren kann und damit etwas zum ökologischen Gleichgewicht unseres Planeten beiträgt.

Fakt ist: Würde sich die Bio-Branche endlich einmal etwas lockerer geben und eine massentaugliche Kommunikation zulassen, wäre damit nicht nur ihr selbst gedient.

Übrigens: Frau Höhn versprach mir im Anschluss an die Gesprächsrunde, den Vorschlag in entsprechenden Gremien zu diskutieren. Bleiben wir gespannt!

Wenn man sich auch nach 6 (!) Jahren noch an die Spots erinnert…

… dann haben wir es wohl komplett richtig gemacht. Im aktuellen Fall handelt es sich dabei um ein Spot-Trio, das wir im Herbst 2006 für Continental Airlines (mittlerweile United) produziert und auf radioeins vom RBB gesendet haben.

Und so trug sich die Geschichte zu: Am vergangenen Dienstag, dem 6. November 2012, hatten wir Besuch von Mitarbeitern des Senders Klassik Radio zwecks Gedankenaustausch – oder auch Brainstorming, wie man es wohl neudeutsch formuliert. Im Laufe des Gespräches erwähnte ich lediglich den ersten Satz des ersten Spots: „Grüß Gottle, mir hättet gern en Doppelzimmer mit Blick uff de Spree und de Reichstach“. Sofort leuchteten die Augen unserer Besucherin auf der anderen Seite des Tisches. „Daran erinnere ich mich!“, rief sie mir erfreut zu. Sie habe damals die Kampagne sehr gerne gehört und würde sich daher auch gerne an diese Spots erinnern.

Ähnlich ging es auch vielen anderen Hörern des Senders radioeins. Immerhin waren nach nur sechs Kampagnenwochen sämtliche Flüge von Continental Airlines auf der Route Berlin – New York für die nächsten fünf Monate komplett ausgebucht. Und das, obwohl Mitbewerber Delta damals die selbe Strecke für 300 Euro weniger angeboten hatte.

Reaktionen, wie die der Klassik Radio Mitarbeiterin hören wir immer wieder, wenn wir über diese und andere Kampagnen berichten. Besonders nachhaltig wirksam sind unsere Radiospots, wenn sie humorvoll sind und Dialekte eine Rolle spielen. Ferner suchen wir nach Möglichkeit die Radiosender entsprechend der Zielgruppendefinition unserer Kunden aus, um somit preiswert und effektiv arbeiten zu können.

Wenn gute Radiowerbung wirkt, sind wir die zufriedenste Agentur der Welt!

Hören Sie einfach mal rein:



Radiospot selbst texten?

Diese Frage brennt dem Profi wie Säure im Auge.

Grundsätzlich sollten zunächst zwei Fragen beantwortet werden:
Zu welchem Zweck?
Kann man dabei etwas sparen?

Soll der Radiospot nachhaltig wirken, den Bekanntheitsgrad fördern und das Image polieren, ist es sicherlich immer ratsam, jemanden zu konsultieren, der sein Hand-/Mundwerk versteht. Denn mit einem inhaltlich schwach konzipierten Funkspot laufen Sie Gefahr, mehr zu zerstören, als zu fördern. Handelt es sich bei der geplanten Funkwerbung jedoch um einen echten “Schnellschuss”, kann es durchaus funktionieren, wenn ein paar kleine Regeln für das gute Funktionieren des Spots beachtet werden. So kann es durchaus sinnvoll sein, wenn der Werbende für den kurzfristigen Abverkauf oder das kurz bevorstehende Event ein paar Aufmerksamkeit weckende Sätze formuliert. Ein Spot, der in nur wenigen Tagen sein Ziel erreichen muss, wird somit nicht zur Image zerstörenden Nervensäge.

Der selbst getextete Radiospot spart an erster Stelle natürlich die Kosten für den Texter. Das sollte sich sofort spürbar auf die Produktionskosten auswirken. Wenn Sie dann noch auf gehobene Ansprüche bezüglich der Besetzung verzichten und nicht unbedingt die deutsche Synchronstimme von Brad Pitt oder Sarah Jessica Parker erwarten, lässt sich der Radiospot für einen schmalen Etat realisieren.

Einen besonderes Highlight bietet Spotplatz. Mit einem eingebauten Zähler wird während der Texteingabe die voraussichtliche Spotlänge kalkuliert und unter dem Textfenster angezeigt. Haben Sie also bereits 20 Sekunden beim Sender gebucht, aber noch keinen Spot beauftragt, behalten Sie mit diesem Tool die volle Kontrolle. Auch bei den Kosten: Denn bereits für nur 150,– Euro netto bietet Spotplatz Spotproduktionen mit einer Profistimme.

Wenn die Radiowerbung aber mehr leisten soll, als kurzzeitig die Aufmerksamkeit zu steigern, freuen sich die Profis von radiokreaktiv jederzeit über Ihre Kontaktaufnahme.

Wer ist Theodor?

Blinddate mit einem Radiospot? Kann das gut gehen? Und ob!

“Ha ha haaa, Theodor ist nass!” und “www Theodor ist nass de” – mehr haben wir in dem Radiospot nicht gesagt und den Rest der Neugier des geneigten Publikums überlassen.

Wer ist Theodor? Und warum ist er nass? Diese Fragen dürften sich die Hörer des RBB-Senders radioeins gestellt haben. Nicht umsonst haben sich die Zugriffszahlen auf die im Spot genannte Website von 20 auf 500 pro Tag erhöht. Bei Theodor handelt es sich um Mineralwasser aus Brandenburg, das ausschließlich in Biomärkten und Bioläden der Region erhältlich ist. Wir haben gezielt darauf verzichtet, das Hohelied auf die Natürlichkeit des Wassers und das Alter der Quelle zu singen, wie es bei Mineralwasserwerbung üblich ist. Wir wollten es dem Konsumenten überlassen, sich zu informieren und Theodor zunächst virtuell kennzulernen.

Geschaltet wurden die im Schnitt 12 Sekunden kurzen Spots außerhalb der kostenintensiven Primetime nach 10.00 Uhr. In insgesamt 23 Werbeblöcken wurden in der ersten Woche jeweils zwei Spots geschaltet. In der Folgewoche wurde die Frequenz reduziert. Für Terra Naturkost (den Abfüller des Mineralwassers) handelte es sich um einen Test, für den vorsichtig mit dem Etat hantiert werden sollte. Mit Spannung wurde erwartet, ob Radiowerbung das Interesse an dem Produkt steigern könnte. Sowohl die Ergebnisse in der Web-Satistik, als auch die Teilnahmequote an einem Gewinnspiel auf der Website und die erhöhten Abverkaufszahlen des Wassers haben wieder einmal einen eindeutigen Beweis geliefert, dass gute Radiowerbung alles andere als überbewertet ist.

Gemeinsam mit der Terra beratenden Agentur vedi Systeme GmbH, haben wir äußerst sensibel in den Media-Analysen nach Sendern und Sendezeiten gesucht, die von Hörern frequentiert werden, die entsprechend der Zielgruppenanalyse natürlichen Lebensmitteln den Vorzug geben. Gepaart mit der unkonventionellen Ansprache in den Spots, ergab sich so eine Radiokampagne, die – entgegen der verbreiteten Haltung – außerhalb der Primtime absolut hervorragende Ergebnisse geliefert hat.

Nachahmenswert? Eindeutig: Ja.

Die TheodorSpots zum Anhören schicken wir Ihnen gerne als mp3 zu: info@radiokreaktiv.de

Ist Radiowerbung billig oder preiswert?

Mit der Neugestaltung des Hörfunkmarktes und Entstehung der privaten Radiolandschaft in Deutschland, wurde die Radiowerbung revolutioniert. Das Schlangestehen um die begehrten und raren Werbezeiten im öffentlich-rechtlichen Rundfunk und die utopisch hohen Sekundenpreise gehörten ab sofort der Vergangenheit an.

Diese neue Radiolandschaft bot auch mir als Seiteneinsteiger die einmalige Chance, in dieser Branche Fuß zu fassen. Der Einstieg bei einem Vermarkter lokaler Radiosender in Nordrhein-Westfalen war verbunden mit zahlreichen Schulungen und Seminaren, in denen uns Neulingen ein Satz beinahe dogmatisch in den Sprachgebrauch gedrängt wurde: Radiowerbung ist billig.

Aber nicht nur die Vertriebsmannschaft sollte diesen Satz in seiner Genetik verankern, sondern auch die Zielgruppe, die Werbetreibenden. Was eigentlich gut gemeint war, ging leider in die falsche Richtung los. Wollte man Radiowerbung nun einem breiten Publikum über die niedrigen Kosten der Werbezeiten zugänglich machen, beschädigten die Vermarkter auch gleichzeitig das Image des neu errungenen Marktes. Und so geschah es, dass Radiowerbung zunehmend präsent war – aber leider auch billig wirkte.
Lautes Geschrei und niedrigstes Niveau eroberten die Werbeblöcke der Radiostationen. Ein Zustand, der bis heute anhält und sich erst langsam wieder zu revidieren scheint.

Unbenommen bleibt die Tatsache, dass Radiowerbung preiswerter ist, als die meisten anderen Werbemittel. Für die Kosten einer halbseitigen Anzeige in einer Tageszeitung, ist es bei vielen Radiosendern vergleichsweise möglich, eine Woche bis zwei Wochen durchgängig zu werben und somit eine deutlich höhere Reichweite und Kontakthäufigkeit zu generieren. In den annähernd zwei Jahrzehnten meiner Tätigkeit in der Branche, konnte ich immer wieder feststellen, dass Radiospots mit ruhigem Niveau schneller zu spürbarem Erfolg führen, als Spots, die innerhalb kürzester Zeit lautstark und wortgewaltig das Publikum zum Konsum zwingen wollen.