Wer ist Theodor?

Blinddate mit einem Radiospot? Kann das gut gehen? Und ob!

“Ha ha haaa, Theodor ist nass!” und “www Theodor ist nass de” – mehr haben wir in dem Radiospot nicht gesagt und den Rest der Neugier des geneigten Publikums überlassen.

Wer ist Theodor? Und warum ist er nass? Diese Fragen dürften sich die Hörer des RBB-Senders radioeins gestellt haben. Nicht umsonst haben sich die Zugriffszahlen auf die im Spot genannte Website von 20 auf 500 pro Tag erhöht. Bei Theodor handelt es sich um Mineralwasser aus Brandenburg, das ausschließlich in Biomärkten und Bioläden der Region erhältlich ist. Wir haben gezielt darauf verzichtet, das Hohelied auf die Natürlichkeit des Wassers und das Alter der Quelle zu singen, wie es bei Mineralwasserwerbung üblich ist. Wir wollten es dem Konsumenten überlassen, sich zu informieren und Theodor zunächst virtuell kennzulernen.

Geschaltet wurden die im Schnitt 12 Sekunden kurzen Spots außerhalb der kostenintensiven Primetime nach 10.00 Uhr. In insgesamt 23 Werbeblöcken wurden in der ersten Woche jeweils zwei Spots geschaltet. In der Folgewoche wurde die Frequenz reduziert. Für Terra Naturkost (den Abfüller des Mineralwassers) handelte es sich um einen Test, für den vorsichtig mit dem Etat hantiert werden sollte. Mit Spannung wurde erwartet, ob Radiowerbung das Interesse an dem Produkt steigern könnte. Sowohl die Ergebnisse in der Web-Satistik, als auch die Teilnahmequote an einem Gewinnspiel auf der Website und die erhöhten Abverkaufszahlen des Wassers haben wieder einmal einen eindeutigen Beweis geliefert, dass gute Radiowerbung alles andere als überbewertet ist.

Gemeinsam mit der Terra beratenden Agentur vedi Systeme GmbH, haben wir äußerst sensibel in den Media-Analysen nach Sendern und Sendezeiten gesucht, die von Hörern frequentiert werden, die entsprechend der Zielgruppenanalyse natürlichen Lebensmitteln den Vorzug geben. Gepaart mit der unkonventionellen Ansprache in den Spots, ergab sich so eine Radiokampagne, die – entgegen der verbreiteten Haltung – außerhalb der Primtime absolut hervorragende Ergebnisse geliefert hat.

Nachahmenswert? Eindeutig: Ja.

Die TheodorSpots zum Anhören schicken wir Ihnen gerne als mp3 zu: info@radiokreaktiv.de

In 35 Sekunden von 0 auf 100

Klingt der Titel auch nach dem Beschleunigungswert meines alten Mercedes 220D/8 aus dem Jahr 1972 und erinnert somit eher an den Muff vergangener Tage, verweist er jedoch tatsächlich auf den rasanten Erfolg eines Radiospots.

Mallorca Ambiente ist eine zweimonatlich erscheinendes Insel-Magazin. Auf deutsch, englisch und spanisch gibt es Reportagen, Tipps, Immobilien und Lifestyle. In der Vergangenheit wurde das Erscheinen der neuen Titel mit einem neutralen Radiospot beworben – plakativ, einsilbig und nicht dem Niveau des Magazins entsprechend.

Der Herausgeber des Magazins war mit dem Erfolg des Radiospots unzufrieden, da dieser sich in den Werbeblöcken des Inselradios Mallorca 95,8 nicht von anderen Spots abhob und keine spürbaren Verkaufserfolge verzeichnet werden konnten.

Im Mai wurde radiokreaktiv beauftragt, eine neue Idee für die Radiowerbung des Verlages zu entwickeln. Dabei sollte der Geist des auf der Insel residierenden Geldadels in die Story einfließen und ein zukunftsfähiges Konzept entwickelt werden. Für jede neue Ausgabe soll eine Titelstory im Spot kommuniziert werden, ohne den Spot langweilig und lebensfern wirken zu lassen.

Ich entwickelte die Figur des Konsul Gernot von Gästern, der auf mittlerweile typisch mallorcinische Weise auf seiner vor der Küste dümpelnden Yacht thront und in der neuen Ausgabe von Mallorca Ambiente blättert. Wichtig ist dabei die Tatsache, dass die Yacht tatsächlich nur dümpelt und nicht fährt – denn dazu fehlt vielen Residenten allmählich das nötige Kleingeld.
In der ersten Folge entdeckt der Konsul einen Artikel über Callboys auf Mallorca. Überrascht will er seiner Liebsten darüber berichten – die sich jedoch genau in diesem Augenblick mit dem Beiboot davon macht. Mit welchem Ziel auch immer…

Die Umsetzung ist humorvoll gelungen, erzählt eine kleine Geschichte und informiert abschließend über alles Wichtige.

Das erste Feedback erreichte den Herausgeber des Magazins, bereits am ersten Tag der Ausstrahlung. Von „tolle Idee“ bis „macht Lust auf Kaufen“ reichten die Aussagen der Hörer des Inselradios. Aus Herausgeber-Sicht ist dies bereits als voller Erfolg zu werten, da es dies zuvor beim alten Radiospot nie gegeben hatte. Es ist nicht allein das Medium Radio, das zum Erfolg führt – auch der Spot muss durchdacht und optimal umgesetzt sein. Konzeption, Darmaturgie, Sprecher und Soundmix sind unerlässlich. Übrigens: Als Off-Sprecherin im Spot konnten wir Antje von der Ahe gewinnen. Sie ist vielen bekannt als Synchronsprecherin der Izzy aus Greys Anatomy und vielen weiteren Rollen.

Ein Radiospot als Lehrmittel – man spricht schwäbisch

Wer die deutsche Sprache lernen will, muss sich ein ganze Menge anhören. Manchmal auch Radiospots in schwäbischer Mundart.

Editions Maison des Langues – ein Ableger des Ernst Klett Verlags, Stuttgart – bedient sich in seiner jüngsten Ausgabe eines Deutschlehrwerkes für die französische Sekundarschule unter anderem eines Radiospots von radiokreaktiv. Der Auserwählte mit dem Titel “Currywurst” bildete den Abschluss einer Spot-Trilogie, die wir für Continental Airlines kreiert und produziert haben. Die Hauptprotagonisten im Spot sprechen schwäbisch, befinden sich mitten in New York und sehnen sich nach Berlin zurück, wo ihre Reise den Ursprung hatte.

Bleibt nur die Frage: Wollen Franzosen immer noch die deutsche Sprache lernen, wenn Sie erstmal zwei Schwaben im Big Apple erlebt haben?

Hartmut, die Wasserhähne und der Radiospot des Monats

Hartmut ist der nette Typ aus dem Nebenhaus. Er kennt jeden, ist hilfsbereit, zeigt sich aufgeschlossen und interessiert. Und er gibt gerne nützliche Tipps, mit denen der Adressat wirklich etwas anfangen kann. Ja, es gibt ihn tatsächlich und ich kenne ihn persönlich.

Inspiriert durch diesen netten Nachbarn entwickelte ich im Frühjahr 2009 genau den Hartmut, der seither im Radio ganz ungeniert aus dem Nähkästchen plaudert. Hartmut gelang es auf seine ganz natürliche Art, für ordentlichen Traffic und Umsatz bei dem Berliner Armaturen-Spezialisten Hahn & Brause zu sorgen. Später sorgte Hartmut für einen gelungenen Start zur Neueröffnung eines Zierfischhandels und kaufte schließlich selbst beim Berliner Armaturenhändler.

Hartmut ist Konsument. Hartmut hat ein Haus, einen Garten, ein Auto und er unternimmt Reisen. Er ißt, trinkt und kleidet sich wie jeder andere Mensch. Hartmut ist mit Simone liiert und hat gemeinsam mit ihr zwei Kinder.
Kurzum: Hartmut konsumiert alles, was Handel und Kultur zu bieten haben. Oder zumindest kennt er jemanden, der konsumiert. Auf jeden Fall erzählt Hartmut alles weiter. Auf die ihm eigene nette Art und Weise.

Jetzt ist Hartmut mit dem Thema “Pils” von den Hörern der “Spotcharts” sogar zum Radiospot des Monats gewählt worden. Hartmut hat also eine Zukunft. Er wird weiterhin im Radio erzählen, was ihm am Herzen liegt. Vielleicht ja auch für Ihr Unternehmen. Fragen Sie Hartmut doch einfach mal!

Radiowerbung besser als Anzeige?

Die Frage in der Headline dieses Beitrags ließe sich mit einem einzigen Wort beantworten: JA! Damit wäre alles gesagt und ich könnte mir die Schreiberei sparen. Doch lässt mich das Gefühl nicht los, dass Sie mehr lesen wollen.

In den vergangenen Jahren haben immer mehr Kunden von radiokreaktiv Abstand von der klassischen Anzeige in der Tageszeitung oder im Stadtmagazin genommen. Sie haben feststellen wollen, ob es tatsächlich an der Radiowerbung liegt, wenn plötzlich mehr Traffic auf ihrer Website registriert oder deutlich stärkere Frequenz im Showroom und gestiegener Umsatz registriert wird. Jüngst berichtete uns die Marketingleiterin des Berliner Sanitärgroßhändlers Bergmann und Franz, dass auf die klassische Anzeige mittlerweile weitgehend verzichtet wird, seit das Unternehmen mit guter Radiowerbung auf Sendung ist. Der Bekanntheitsgrad und die Kundenfrequenz im Showroom sei spürbar angestiegen. Das Publikum bezieht sich im Gespräch direkt auf die Radiospots. Ein vergleichbares Feedback habe es auf Anzeigen nie gegeben.

Ähnliches wusste der Inhaber und Geschäftsführer des Berliner Möbelhauses Domeyer Einrichtungen, Matthias Domeyer zu berichten. Das Unternehmen bewirbt unterschiedliche Aktionen. Seit 2007 werden die Kommunikationsmaßnahmen mittels Radiowerbung auf radioBERLIN 88,8 unterstützt. Herr Domeyer wollte von Anfang an wissen, welche Werbemaßnahme ihm Zulauf und Umsatz beschert. So fuhr er zwei untereinander vergleichbare Tests und instruierte seine Mitarbeiter, die Kunden im Haus ungestützt nach den Werbemaßnahmen des Möbelhauses zu befragen. Es wurden penible Listen geführt – exakte Kundenzahlen registriert und analysiert, aufgrund welcher Werbemaßnahme die Kunden ins Haus kamen. Nicht zuletzt wurden die Kundenumsätze in Beziehung zur Werbung gesetzt.
Das Ergebnis war beeindruckend: Obwohl für die Schaltungen der Anzeigen in den gängigen Tageszeitungen mehr als die dreifache Summe der Kosten für die Radiowerbung aufgewendet werden mussten, blieben die aus Anzeigen generierten Umsätze und Kundenzahlen weit hinter den Erfolgen guter Radiowerbung zurück. Das Fazit des Kunden lag auf der Hand: Warum sollte er künftig weiterhin viel Geld in Anzeigenwerbung stecken, wenn im Radio mit deutlich geringerem Etat wesentlich größerer Erfolg generiert werden kann.

Dies sind nur zwei Beispiele, die jedoch stellvertretend für zahlreiche Werbende stehen. Das Ohr hat eben doch 24 Stunden am Tag geöffnet. Das Auge sieht nur, was es sehen will.

Radiowerbung macht 1a-Lage

Stellen Sie sich vor, Sie haben einen Shop. Nicht etwa auf der Frankfurter Zeil oder dem Berliner Ku’damm. Vielmehr befindet sich Ihr Geschäft in einer eher trostlosen Seitenstraße, in die sich nur selten Passanten verirren. Niemand drückt seine Nase an Ihr exzellent dekoriertes Schaufenster oder setzt “nur mal so zum Gucken” einen Fuß ins Haus.

So erging es dem Berliner Unternehmen Hahn & Brause. Wasserhähne, Duschköpfe, Bad- und Küchenarmaturen, feine Accessoires werden von der Firma mit dem einprägsamen Namen feilgeboten. Designerware sofort zum Mitnehmen. Das Angebot ist vortrefflich und der Service im Vergleich zum Wettbewerb einzigartig.

Es wurden Anzeigen geschaltet. Nicht irgendwo im Fließtext zum Drüberweggucken – sondern grafisch hochwertig und großformatig in den attraktivsten Printtiteln der Hauptstadt. Dennoch blieb der erwünschte Erfolg aus. Bis die betreuende Agentur die Idee hatte, Radiowerbung zu schalten. Nicht irgendein langweiliger Aufsager sollte geschaltet werden. Es sollte schon ein Hinhörer werden. Im gemeinsamen Brainstorming mit der Berliner Agentur Team Bose wurde “Hartmut” gezeugt und schon wenige Wochen später gesund und voll entwickelt zur Welt gebracht. Nach einem zweitägigen Testflight – was für Radiowerbung eher wenig ist – hatte Hartmut sich bewährt und durfte fortan für mehrere Wochen auf Sendung gehen. Die Hörer von radioeins und radioBERLIN 88,8 wurden von Hartmut über die Existenz und die Vorzüge der Firma Hahn & Brause unterhaltend informiert.
Der gewünschte Erfolg ließ nicht lange auf sich warten und die Geschäftsführung des Berliner Unternehmens erfreute sich rasch steigender Umsätze.

Anfang September 2009 tönte Hartmut letztmalig durch den Berliner Äther. Sechs Wochen später erreichte mich ein beunruhigter Anruf aus der Marketingabteilung von Hahn & Brause. Seit Hartmut verstummte, waren die Umsätze spürbar rückläufig. Es sollte schnell eine Fortsetzung geschaffen und “On Air” geschickt werden. Nach nur wenigen Tagen stand das Konzept für Hartmuts zweite Auflage. Bis zum Jahresende 2009 wird Hartmut mit seiner Botschaft auf Sendung sein und darf sich sicherlich auf eine Fortsetzung 2010 freuen.

Hartmut hat es geschafft, einem Unternehmen ohne Umzug und teure Miete eine 1a-Lage zu ermöglichen – in den Köpfen der Berliner Radiohörer. Wenn Sie Hartmut selbst hören möchten – Klick genügt!